Bioökonomie als Lösungsweg für die Ernährungs- und Energiekrise
In einer Stellungnahme verurteilt der Bioökonomierat der Bundesregierung den Angriff auf die Ukraine und macht Vorschläge, wie mithilfe der Bioökonomie die derzeitige Ernährungs- und Energiekrise gelöst werden könnte. Die Inhalte der Stellungnahme werden auch Thema des Bioökonomieforums sein, das der Bioökonomierat vom 21. bis 22. September veranstaltet.
Der Krieg gegen die Ukraine hat weitreichende Auswirkungen, welche Deutschland und die Welt prägen und die Sicherheit auf allen Ebenen bedrohen, etwa bei der Versorgung mit Energie und Lebensmitteln. Hinzu kommt, dass sich der Krieg mit weiteren Krisen überlagert: Von der bereits bestehenden weltweiten Klima- und Hungerkrise über die zunehmende Verschuldung von Privathaushalten und Volkswirtschaften bis hin zu den noch immer spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Bioökonomie als Schlüssel zur Transformation
Angesichts dieser Krisen ist Umdenken angesagt. Aus Sicht des Bioökonomierats kann eine nachhaltige Bioökonomie einen bedeutenden Beitrag zur Lösung der aktuellen Krisen leisten und dabei nicht nur die Ernährungskrise abmildern, sondern auch eine umfassende Energie- und Rohstoffwende herbeiführen. Damit dies gelingt, müsse die Bioökonomie hierzulande und in Europa allerdings schnell und umfassend weiterentwickelt und umgesetzt werden.
Bioökonomieforum als Fortsetzung
Die Inhalte der Stellungnahme wird der Bioökonomierat auch beim Bioökonomieforum aufgreifen, welches der Rat vom 21. bis 22. September digital veranstalten wird. Unter dem Motto „Was bedeutet die Zeitenwende für die Transformation – Beiträge aus der Bioökonomie“ werden in Podiumsdiskussionen, interaktiven Plenarsessions und Workshops die Zwischenergebnisse der Arbeit des Bioökonomierats vorgestellt und mit den Teilnehmenden in unterschiedlichen Formaten diskutiert. Das Bioökonomieforum soll dabei als Treffpunkt dienen für Expert*innen und alle, die am Thema Bioökonomie interessiert sind. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist kostenlos möglich.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung
Über die Rolle des VDI TZ
Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) führt das VDI Technologiezentrum seit Juni 2021 die Geschäftsstelle für den Bioökonomierat in Berlin. Die Geschäftsstelle unterstützt sämtliche Aktivitäten der Mitglieder des Bioökonomierats – etwa in der Öffentlichkeitsarbeit, bei Veranstaltungen sowie in Sitzungen und Arbeitsgruppen. Darüber hinaus ist sie zentraler Ansprechpartner für die Bundesministerien BMBF und BMEL sowie für alle weiteren Anfragen an den Bioökonomierat.